Bianco Primo

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Einer für Alle?

Fast verschlägt es einem den Atem, mit welcher Geschwindigkeit die Firma Bianco neue Mixer auf den Markt bringt. Der vierte Streich nennt sich “Bianco Primo” und hat mit seinem attraktiven Preis das Zeug zum Verkaufsschlager. Ob sich der neue Geniestreich im Alltag bewähren kann, habe ich für sie getestet.

Design und Verarbeitung

Zunächst einmal die Optik. Man kann es umschreiben mit “schlichte Eleganz”, der Mixer macht sich gut in der Küche. Wegen der recht niedrigen Bauhöhe gibt es keine Problem ihn unter Küchenhängeschränken zu platzieren. Er sieht durchaus hochwertig aus und macht selbst neben einem Vitamix eine gute Figur (siehe Bild oben).

Dieser Mixer ist durchdacht, angefangen von der gelungenen Einknopfbedienung, bis hin zum Haltemechanismus des Deckelverschlusses , einfach Primo. Wenn es etwas zu mäkeln gibt, dann ist es der unangenehme Plastikgeruch des Mixerdeckels (verfliegt nach einigen Tagen) und der ungriffige und scharfkantige Plastikgriff des Mixbehälters. Aber es gibt auch Details, wo die Verarbeitungsqualität sogar den Vitamix übertrifft (siehe Foto Motorkupplung).

Handhabung

Die ist denkbar einfach. Entweder wählen sie die stufenlose Geschwindigkeit von 1500 bis 28.000 Umdrehungen oder die Pulsfunktion. Der Mixer startet in jedem Fall sanft und nicht ruckartig. Dabei sollte der Deckel des Mixbehälters fest verschlossen sein, weil bedingt durch die niedrige Höhe des Bechers das Mixgut dagegen geschleudert wird. Bei mittleren Drehzahlen wackelt der Mixer etwas, aber ohne das es bedenklich wird. Damit steht er nicht so unerschütterlich wie sein großer Bruder der Bianco Puro 4. Die Lautstärke ist nicht unbeträchtlich, aber bewegt sich auf Vitamix-Niveau. Das Gerät besitzt zudem eine Startsicherung, somit lässt er sich erst starten, wenn der Mixbehälter ordentlich auf dem Motor sitzt. Der Behälter ist aus BPA freiem Material gefertigt, mit einer Füllgrenze von 1,5 Liter. Also etwas kleiner wie ein Vitamixbehälter, aber noch durchaus ausreichend für 2 Personen.  Bedingt durch die glatten Wände ist er sehr schnell zu reinigen, aber auch etwas empfänglich für Kratzer.

Mixergebnis

Der Mixer leistet 1.200 Watt bis zu 28.000 Umdrehungen pro Minute. Er verfügt über 5 scharfe Messer aus japanischem Edelstahl. Erwartungsgemäß ist das Mixergebnis hervorragend. Schon nach 60 Sekunden ist der Smoothie perfekt, (mein Testaufbau bestand wie immer aus Ananas mit Strunk, Apfel mit Schale, Grünkohl und faserigem Ingwer). Für die Nussmousse und Eisherstellung wird ein sinnvoller Stößel mitgeliefert.

Zusammenfassung

Der Bianco Primo stammt aus taiwanesischer Prouktion und ähnelt dem JTC Omniblend, ist aber im Detail wesentlich besser verarbeitet. Es handelt sich hier um ein echtes Schnäppchen, weil es auf dem deutschen Markt keinen Hochleistungsmixer gibt unter 300 Euro,  jedenfalls nicht in dieser Qualität. Es handelt sich hierbei um einen Einführungspreis, der UVP liegt bei 379 Euro !

Somit ist die anfangs gestellte Frage, ist es “einer für alle” durchaus positiv zu beantworten. Für Menschen, die regelmäßig größere Mengen zu mixen haben, würde ich allerdings den Vitamix oder den Bianco Puro 4 vorziehen, aber die spielen auch in einer anderen Preisklasse.

Sie erhalten die Mixer bei www.gruenesmoothies.de

 

037    Motorkupplung Bianco Primo

038      Kupplung  Vitamix